Ein Fall für Kommissar Mette Episode 8

img085Im Getöse der Wortfetzen, umgeben von Lichtblitzen, umringt von Menschen wie in einem dicht bewachsenen Wald ,versuchte Kommissar Mette die Fährte nicht zu verlieren . Das Haar, leuchtend durch die Reflexion der Sonne. Die lockigen Wellen im Spiel des Windes. Ihre Haare waren so einzigartig und schön zugleich, dass Kommissar Mette sie in der Menge nicht aus den Augen verlieren konnte. Er ruderte sich durch die die Menschen, wie in einem Schwimmbecken. Plötzlich rollte ihm eine fünf Mann starke Rentnertouristen-Gruppe entgegen. Ausgestattet mit Geh-Hilfen die parallel nebeneinander ausgerichtet waren . Mette entriss einem Passenten den Regenschirm und kombinierte diesen mit vier Luftballons, die er etwa drei Sekunden früher einem kleinen Mädchen namens Leila entwendet hatte. Mit dem böigen Wind an den Docks konnte Mette genug Auftrieb gewinnen, um sich über die Rentner hinüber zusetzten. Frisch gelandet befand er sich auf einmal in einer Philosophie-Studentengruppe . Es war so, als hätten sie gar nicht bemerkt, dass Mette nur rein zufällig dort gelandet war und ehe er sich versah, befand er sich in einer Diskussion über Leben und Tod. Mette mimte den Tauben und ruderte sich weiter Richtung goldenes Haar. Im Getümmel der Menschen hatte er nicht bemerkt, dass er auf seiner Verfolgungsjagd sein Handy verloren hatte. Durch einen kleinen Menschenspalt erblickte er nur noch die Haarspitzen, bis auch die im Portal des Busses verschwanden. Keuchend stützte er sich auf seine Knie und tupfte sich dann die Stirn mit seinem Tuch ab. “Mmmmhhh, was zum Teufel hattest du hier zu suchen, Natascha?”murmelte Mette in sich hinein.

In der Zwischenzeit frimelte der Polizeichef in seinem Handschuhfach nach Gummibärchen und raste mit einer Durchschnittsgeschwindingkeit von 110kmh durch die Innenstadt wobei er nur gelegentlich seinen Blick auf die Strasse richtete. Wolitz grinste zufrieden im Gesicht als er die Verpackung mit nur einer Hand öffnete. ” He he, heute scheint mein Tag zu seien.” Plötzlich durchfuhr ein harter Ruck das Auto .Wolitz schaute mit vollem Mund in den Rückspiegel und erkannte einen sandbraunen Skoda hinter ihm. “Um eine Beschattung kann es sich hierbei nicht handeln, dafür fahren sie einfach zu auffällig. Oder aber es war keine Absicht? Vielleicht sind es ja Ausländer oder eine Frau? Oh, das darf ich nicht vergessen: Milch,Eier und Kartoffeln. Nein, nein quatsch. Milch, Eier und Salami . Ja, he ,he jetzt hab ich’s.” Die Verfolger setzten zum zweiten Mal an und rammte den Lada von hinten. Durch den Ruck löste sich in Wolitz Mundraum eines der Gummibärchen und rutschte ihn in die Luftröhre.”Hust würg (unnatürliche Geräusche). Kein Zweifel, es ist eine Verfolgungsjagd, hust.” Nach Luft ringend versuchte der Polizeichef bei immer mehr verschwimmender Sicht den Wagen unter Kontrolle zuhalten. Die Verfolger ließen nicht locker und rammten den Wagen ein drittes Mal. Wolitz knallte mit dem Kopf auf’s Lenkrad und verlor Gummibärchen und Bewusstsein. Es war kein Tag wie jeder andere für Fräulein Bilowitz, denn sie hatte sich Gestern im Modehaus ein neues Sommerkleid gekauft und fühlte sich sexy. Auf dem Weg zum Bäcker genoss sie die Blicke der Männer die sich an ihre üppigen kurven schmiedeten. Fräulein Bilowitz öffnete die Tür zum Bäcker “Einen wunderschönen Tag Herr Borowsky:” “Oh,guten Tag Fräulein Bilowitz, sieh sehn aber heute besonders reizend aus.” “Hi, hi also Herr Borowsky, sie wieder hi ,hi” Herr Borowsky zog seinen Bauch ein und redete jetzt mit einer etwas tieferen Stimme.” Was kann ich ihnen denn gutes tun, Fräulein Bilowitz?” Fräulein Bilowitz steckte den Zeigefinger in den Mund und versuchte sexy und nachdenklich zugleich auszusehen. ” Mmmmhhh zwei Stückchen Schwarzswälderkirsch, drei von den Marmorkuchen und ein…………..”Ein schallendes Klirren unterbrach Fräulein Bilowitz’s Kuchenauswahl . Erschrocken drehte sie sich zum Schaufenster. “Oh mein Gott was ist hier los !?” Es war der Lada des bewusstlosen Wolitz, der das Schaufenster der Bäckerei durchschoss. “Schnell rufen die den Krankenwagen ,ich kümmere mich inzwischen um den Fahrer!”

Leicht gelangweilt starrte Ribowitz auf den Fernseher . Paarungszeit der Eichhörnchen war das Thema der Dokumentation. Ribowitz schaute hinüber zu Wolitz’s schnarchendem Vater und beobachtete den langsam fließenden Speichel aus dessen Munde. Plötzlich pochte es an der Tür . Ribowitz stand auf und schaute vorsichtig aus dem Fenster. Zwar konnte er die Person nicht erkennen doch irgendwie kam ihm der Wagen bekannt vor: Ein sandbrauner Skoda. Das Klopfen an der Tür wurde energischer. Ribowitz ging zurück zum alten Mann. “He wach auf, wir sind in Gefahr!” Wolitz’s Vater strich sich über seine münden Augen und deutete mit dem Zeigefinger auf die Schrottflinte an der Wand. Die Tür knirschte und das alte Holz am Türschloss zerprang. Ribowitz stürtzte mit einem Hechtsprung Richtung Gewehr und landete mit den Beinen ohne korrigieren zu müssen. Der Eindringling schmiss die Brechstange zur Seite und zückte wie in Clint Eastwood’s besten Zeiten seine Pistole und feuerte Richtung Ribowitz. Zuerst fühlte es sich so an als hätte ihm jemand mit einem kräftigen Schlag gegen die Schulter geschlagen. Der Schlag war so hart das es ihn seitlich umriss. Ribowitz befand sich jetzt am Boden hinter der Couch. Ein unverhoffter Vorteil für Ribowitz, der im Schutz der Couch in ruhe sein Ziel anpeilen konnte. Ribowitz schoss und traf den Fremden in den Oberschenkel. Der Mann fiel zu Boden . Ribowitz sprang auf und schlug ihn mit dem Gewehr Bewusstlos. “Komm Opa, wir müssen hier weg. Hier sind wir nicht mehr sicher!” Ribowitz durchwühlte die Jackentasche des Auftragsmörders und fand einen Zettel mit einer Adresse darauf. “Ecke Fischkopf / An der Aale 23- Ich kenne die Strasse, Los Opa wir fahren zu den Docks. Ich habe genug von diesem Versteckspiel.” Ribowitz riss seinen Ärmel ab und verband sich seine Schulter , sein Blick war durchtränkt von Rache . “Heute Nacht werde ich die Sache zuende bringen.”

Hat Polizeichef Wolitz den Unfall überlebt ?

Was hat Ribowitz vor ?

Viele Fragen und noch mehr werden beantwortet in einer neuen Episode von Ein Fall für Kommissar Mette ………nur auf lexarenights.wordpress.com.

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